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Die
Gefährten | Die
Zwei Türme
| Die Rückkehr des Königs
Als ich den ersten Teil der Trilogie zum ersten
mal sah, war ich
geschockt: Zuviele Elemente des Romans wurden verändert oder anders
dargestellt als ich gedacht habe. Obwohl ich einsah, daß man bei
der Adaption einige Dinge anders machen muß als im Buch, fand ich
doch daß einiges unnötig, übertrieben oder einfach unsinnig war.
Zu sehr hing ich an der Vorlage und konnte eigentlich nicht tolerieren,
daß mein Mittelerde so verhunzt wurde.
Ich war der Meinung, daß einige Charakter pervertiert worden waren,
daß Schauspieler in tollen Kostümen und wunderbaren Kulissen plumbe
Tolkienzitate aus dem Zusammenhang gerissen zitieren würden.
Inzwischen habe ich etwas mehr Abstand und sehe den Film aus einem
anderen Blickwinkel. Ich weiß zu würdigen, daß Peter Jackson und
sein Team eine grandiose Gabe haben, Bilder in Szene zu setzen.
Die Stimmung und die Atmosphäre ist gewaltig. Ein Traum wird wahr:
endlich kann man Mitelerde anfassen. Man merkt wieviel Detailliebe
in Kostüme und Sets investiert wurde, daß nichts von der Stange
kommt. Die beliebten Tolkienkünstler Alan Lee und John Howe gaben
wesentliche Impulse für das Aussehen von Mittelerde...
Der Prolog ist einfach gewaltig. Man wird hineingenommen in die
tragische Geschichte des Rings, in die Schlachten und Kämpfe und
Mittelerde. Hier wird nicht einfach schnell die nötige Vorgeschichte
runtergespult, sondern auf geniale Weise präsentiert. Und wer möchte
nicht in einer der lieblichen Hobbithöhlen des Auenlandes wohnen?
Es gibt unzählige gute Ideen, wie die Geschichte umgesetzt wurde.
Zum Beispiel daß der Ring eine Stimme hat und flüstert, die Ankunft
Gandalfs ist wunderbar, die Kameraeinstellungen und -fahrten sind
unglaublich.
Ein Handlungsort ist schöner als der andere: Auenland, Bruchtal,
Moria, Lothlorien (obwohl ich mich immer noch nicht mit der kalten
Anmutung des eigentlich Goldenen Waldes abfinden kann). Und so
kommen wir gleich nochmal auf die Änderungen zu sprechen: Daß Arwen
Frodo rettet, ist noch zu verkraften. Schwerer schon, daß Elronds
Rat zu einem pöbelndem Stammtisch verkommt. Daß der Schluß Aragorn
wieder mal als Superhero erscheinen läßt und er gegen mind. 50
Uruk Hai alleine kämpft, raubt uns die geniale Szene mit Sam, der
alleine darauf kommt, was Frodo vorhat.
Letzendlich
aber bin ich Peter Jackson dankbar, daß er diesen gewaltigen Stoff
auf so ansprechende Weise umgesetzt hat und es auch wirklich
unglaublich geniale Momente im Film gibt. Frodos Gespräch in Moria
mit Gandalf, der Prolog, Bilbo läßt den Ring zurück, Frodo erfährt
vom Hintergrund des Rings, die Sterbeszene Boromirs...
Und die verlängerte Fassung der Special Extended DVD macht den
Film viel runder und ansprechender. Hervorheben will ich die wunderbare
Vorstellung der Hobbits am Anfang, die vielen ergänzten Szenen
(Elronds Rat, Elben verlassen Mittelerde, der Aufbruch der Gefährten...)
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