Die erste Verfilmung des Romans „Der Herr der Ringe“ stammt von Ralph Bakshi aus dem Jahr 1978. Es ist ein Zeichentrickfilm, der die Rotoscope Technik verwendet. Dabei wird der Stoff zuerst mit realen Schauspielern gefilmt und das Ganze dann mehr oder weniger verfremdet und animiert. An einigen Stellen kann man die Realfilmvorlage sehr deutlich erkennen, v.a. in Bree im Tänzelnden Pony oder bei den Orks.

Über den Film gibt es sehr geteilte Meinungen. Ich finde den Film jedoch ganz nett und stellenweise sogar sehr gut. Die Quaraktere sind eigentlich allesamt sehr gut getroffen (v.a. Gollum), das Auenland ist einfach zauberhaft und einige Passagen haben sogar subtilen Humor. Auf jeden Fall ist diese Version näher an der Buchvorlage als die aktuelle Realverfilmung. Auch der Soundtrack von Leonard Rosenman ist sehr gelungen und hat einige Ohrwürmer zu bieten.

Es gibt jedoch einige erhebliche Mankos. Der größte Schwachpunkt ist, daß der Film mitten in der Handlung nach Helms Klamm abbricht und so getan wird, als ob die Handlung bereits abgeschlossen wäre. Die Technik des Rotoscoping sollte wohl den Film realer erscheinen lassen, v.a. die Orks wirken aber sehr plump und unglaubwürdig, außerdem ist der Film sehr düster und hat einige Längen.

Insgesamt ist der Film aber sehr empfehlenswert. Jeder Tolkienfan sollte ihn gesehn haben. Wenn man sich vorstellt welche technischen Möglichkeiten man damals hatte, ist diese Version wohl doppelt akzeptabel.

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