Bereits 1977 hat das Gespann Arthur Rankin Jr. und Jules Bass „The Hobbit“, die direkte Vorgeschichte des Hdr, als Zeichtrickfilm adaptiert. 1979 brachten sie dann im selben Stil quasi als Fortsetzung der Bakshi-Version „The Return of the King“ heraus. Diese beiden Filme sind hierzulande fast gänzlich unbekannt. Das verwundert auch nicht, denn es gibt sie nur in der englischen Variante, in Deutschland wurden sie nie veröffentlicht.

„The Hobbit“ ist eine ganz passable Verfilmung der Vorlage, obwohl manchmal die Story etwas blaß rüberkommt, weil dem Film der Biß des Romans fehlt. Viele der Witze und Pointen wurden einfach weggelassen oder gar durch langweiligere Erzählstränge ersetzt. Das ist schade, denn zeitmäßig hätte es schon reingepaßt. Selbstverständlich muß in der Adaption der Stoff gekürzt werden, aber das scheint sehr lieblos geschehn zu sein. Trotzdem ist es gute Unterhaltung und der Film wird nicht langweilig.

Ganz anders ist das bei „The Return of the King“, der extrem gewöhnungsbedürftig ist. Von den Machern ist man auch schon besseres gewöhnt. Die Verfilmung von Peter S. Beagle´s „Das letzte Einhorn“ ist wunderschön. Es fängt bereits bei den Figuren an, die sehr seltsam anmuten. Die Orks erinnern an die Boxer von Bugs Bunny, Gollum ist megascheußlich und sieht wie ein Frosch aus, der Abschuß sind jedoch die Nazgul. Sie sehen aus wie Totenköpfe mit Haaren, total lächerlich.
Leider hat der Film nicht enden wollende Längen und ist manchmal unfreiwillig komisch. Das Lied der Orks in Mordor ist echt zum Brüllen.
Die Story ist ziemlich nah am Buch, steigt jedoch nicht direkt da ein, wo Bakshi aufgehört hat, sondern läßt etlich Kapitel aus. Krankra kommt zum Beispiel gar nicht vor.

Es fällt mir schwer diesen Film zu empfehlen, da er echt mühsam ist. Hardcore Tolkienfans sollten ihn aber schon kennen. Das ist es schon wert.

Einige Bilder und Infos: The Hobbit | The Return of the King